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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

Aktuelle Sprache:

Niemiecki
Museumskomplex auf der Insel Ołowianka

Geschichte der Speicher von Ołowianka

Die meisten Speicher in Gdańsk wurden während des II. Weltkrieges vollkommen zerstört. Auf der Insel Ołowianka blieben nur Gemäuer von drei Speichern, welche nach der Renovierung im Jahr 1985 die Hauptexpositionsstätte des Nationalen Maritimen Museums bildeten. Der älteste der drei Speicher, der "Oliwa Speicher" ist in einem gotischen Baustil errichtet. Er heißt seit 1677 "Klasztorny" (Kloster-Speicher), denn er wurde durch die Zisterzienser von Oliwa benutzt. Der Barock-Speicher "Panna" (Jungfrau) erhielt seinen Namen von der Statue, die früher sein Dach krönte – darüber berichten Quellen aus dem Jahre 1709 und ersetzte einen mittelalterlichen Speicher, genannt "Szkarpawski". Der Speicher "Miedź" (Kupfer) hat seinen Namen dank der Ware, die dort lagerte, erhalten. Die Fronten der Danziger Speicher wurden mit Holz- oder Steintafeln mit ihren Namen versehen. Zwei dieser Tafel überdauerten auf dem Speicher "Oliwa" bis heute – mit den Jahresangaben von 1677 und 1738.

Geschichte der Insel
Das mittelalterliche Leben des Danziger Hafens konzentrierte sich am linken Ufer der Mottlau. Dort befanden sich die Stadttore, bei welchen Holzbrücken und Holzeinrichtungen für die Be- und Entladungen gebaut wurden. Das Gebiet dazwischen fungierte als Stadtbefestigung und spielte für den Handel keine Rolle. Die fortlaufende Entwicklung des Hafens zwang die Bevölkerung neue Speicher und Verladegerätschaften auf dem gegenüberliegenden Ufer zu errichten.

Eine wichtige Rolle fiel der Insel in der Zeit der Herrschaft des Deutschen Ritterordens zu, als sie mit einem funktionierenden Hafen ausgestattet wurde. Der Hafen lag gegenüber des Krantors "Żuraw" und wurde mit dem linken Ufer des Flusses mit einer Brücke verbunden (auf der Höhe der heutigen Rycerska Straße (Ritterstraße). Im XV. Jahrhundert verlief die Entwicklung des Hafens weiterhin sehr positiv. Auf dem Gebiet, Szafarnia1 genannt (es gehörte den Verwaltern2 des Deutschen Ritterordens und lag gegenüber von deren Burg), wurden zusätzliche Einrichtungen für Be- und Entladung gebaut, wie auch zusätzliche Speicher. In den Speichern wurden vor allem Getreide, Salz, Eisenerze, Anker und Mühlensteine aufbewahrt- Stoffe, Gewürze und Südobst lagerten getrennt.

Auf der Insel wurden auch Zimmermann-Werkstätten betrieben. Die Steigerung der Umsätze im XVI, und XVII Jahrhundert beeinflusste die Erweiterung des Hafens. Sein Zentrum bildete nun die Speicher-Insel mit den vielen Lagergebäuden. Die mittelalterliche Szafarnia wurde, nachdem im Jahre 1597 dort ein Bleilager (Ołowiowy Dwόr) errichtet wurde, Bleiinsel eben: "Ołowianka" genannt. Der Inselkomplex wurde durch die Insel Cieślarnia (Zimmerei), mit einem Holzlager – auch die Ostinsel genannt – und die Nordinsel sog. Kępa (Hecke) ergänzt. Wie Quellen aus dem Jahr 1643 berichten, standen auf der Insel Ołowianka sieben Lagerhäuser, im Danziger Hafen insgesamt ca. 315. Höchstwahrscheinlich kursierte ab 1687 zwischen dem Krantor und der Insel eine Fähre. Die Insel wurde mit der heutigen Szafarnia Straße mit einer Zugbrücke verbunden. Die Zugbrücke befand sich in der Nähe von Grobla Angielska (Englischer Damm). Gleichzeitig legte man zwischen dem nordischen Teil der Insel und dem linken Ufer der Mottlau eine Markierlatte an, die das Hafengebiet für die Verladetätigkeiten abgrenzte.

Szafarnia – so heißt heute eine Straße, die entlang der Neuen Mottlau in Richtung Insel Ołowianka führt.

Szafarz – diese Bezeichnung galt einem Verwalter des Deutschen Ritterordens, der für den Lokal- und Außenhandel zuständig war. In seinem Dienst stand eine Armee von Funktionären, die verschiedenartige Ware kauften und verkauften.


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